Archiv für Februar 2010

Neues vom Torhaus

Am letzten Wochenende war ich am Torhaus Dölitz. Dort wurde die Sonderausstellung Johannes Frauendorf abgebaut. Ich hatte dafür auch Figuren zur Verfügung gestellt und konnte diese wieder in Empfang nehmen.

Als nächstes Event wird es eine Personalausstellung des Leipziger Sammlers Frank Saupe geben. Er beschäftigt sich mit der Epoche 1870/71 und baut dazu grosse Aufstellungen mit Gelände und Häuserbau der Extra-Klasse. Darauf kann man gespannt sein.

Erfreuliches gibt es auch von der Malschule zu berichten. Jeden dritten Sonnabend im Monat können interessierte Neueinsteiger, egal ob jung oder alt im Torhaus das Bemalen von Zinnfiguren unter Anleitung erfahrener Sammler ausprobieren und erlernen.

Mittlerweile hat sich ein kleine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zusammengefunden. Dabei sind viele Mädchen, welche sich am kreativen Umgang des Gestaltens und Bemalens von Zinnfiguren erfreuen. Verständlicherweise sind die bevorzugten Motive nicht militärischer Art. Aber Zinnfigur bleibt Zinnfigur… und an dieser Stelle passt die Bezeichnung Zinnsoldat auch nicht.
Was unser Nachwuchs schon alles kann, zeigt diese Vignette einer Druckerei von Johannes Bolte (17):

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Lang lebe Held(r)ungen!

Jedes Jahr gibt es ein Ereignis im Herbst,worauf man sich freut, das Vereinsseminar in Heldrungen. Hier kann man sich austauschen, in gemütlicher Runde fachsimpeln oder sich über das Leben amüsieren.

Ich zu meinem Teil bin spät dazu gestoßen, und kenne die Geschichten um die Anfänge des Seminars nur aus Erzählungen vergangener Tage. Es ist meist dann so, als würde man das Buch der Heldensagen öffnen und sich diese Geschichten durchlesen, weil man davon einfach nicht genug bekommt.

Zugegeben, es passiert jedes Jahr etwas, ich bin dabei auch schon versehentlich ins Fettnäpfchen getreten, aber was wäre Heldrungen ohne Erlebnis und Spaß. Dazu kommt, dass die Ansammlungen von Bierkästen von Jahr zu Jahr abnehmen, man kommt halt in die Jahre. Selbst das jährliche Filme-Schauen hat nachgelassen, vielleicht weil oft die gleichen Filme zu sehen sind? Oder, ob es daran liegt, dass man sich an amerikanisch-patriotischen Episoden der Geschichte satt gesehen hat?

Nebenbei wird von manchen auch noch gemalt. Aber es gab auch schon mal den Vorschlag, seine Malutensilien zuhause zu lassen und sich bei einem Bier und Tabak (im Übermaß) daran erfreut, sich nur zu unterhalten und dabei die Probleme, die uns das ganze Leben begleiten, für diese Tage einfach mal zu vergessen.

Worauf ich hier hinaus will ist, dass es ohne solch ein Treffen keinen Lichtblick im Jahr geben würde, worauf man sich freuen kann. An diesen wenigen Tagen im Herbst sieht man all die Sammlerfreunde wieder, es gibt unheimlich viel zu erzählen. Am Ende sind es nicht wenige, die herumjammern, dass sie durch zuviel Unterhaltung mit den Vereins- und Sammlerfreunden wieder nicht das erreicht haben, was sie eigentlich wollten: nämlich die Stahlmännle zu bemalen!

Trotz alldem ist es ein Ereignis worauf wir uns alle freuen sollten, denn nicht eine Sekunde kommt je zurück. An diese Stelle geht mein Dank an Marbod Gerstenhauer und die Leute der Jugendherberge Heldrungen, ohne die das alles nicht möglich wäre!

Beim Betrachten der traditionellen Gruppenfotos der letzten Jahre kommt mir meist ein Satz in den Sinn, der zu unserer Gruppe von Sammlern und Hobbyisten passt:

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„Wir wenigen, wir glücklichen Wenigen, wir Schar von Brüdern!“

Darum, Danke für die schöne Zeit und auf baldiges Wiedersehen in
freudiger Runde!

ghmz

Es müssen nicht immer Flachfiguren sein! Teil II

Hier noch ein paar weitere Fotos meiner vollplastischen Miniaturen aus der Wargamingserie sowie Grossfiguren von Detlef Belaschk „Die Vier Elemente“.

Alle Miniaturen wurden mit Acrylfarbe der Firma Citadel bemalt. Auch bei den 120mm Figuren von Detlef Belaschk (die aus meiner Sicht wunderschön graviert sind),
kann man(n) sich austoben und sich –da es auch zum Fantasybereich gehört- bei der Farbwahl alle Freiheiten nehmen, die man möchte, selbst wenn hier ein mehrmaliges Schichten von nöten ist, da ich mit Acryl gearbeitet habe.

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„Element Erde“

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„Element Wind“

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„Magier (Wargaming)“

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„Speerträger des Imperiums (Wargaming)“

ghmz

Die Rittersleut

in meiner Jungsammlerzeit standen Ritter hoch im Kurs. Einige meiner ersten Flachfiguren waren Ritter.

Beim Bemalen landeten dann oft Ritter auf den Malbrettern. Auszugsweise zeige ich hier ein paar Berittene Rüstungsträger..

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Die meisten Figuren sind von unterschiedlichen Herstellern und Graveuren. Schwere Rüstungen brauen auch schwere, starke Pferde:

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Vor rund zehn Jahren habe ich diese Figuren bemalt und begann auch erste Versuche, mit Licht und Schatten die Figuren und auch die Pferde durchzumodellieren.

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Im Vergleich zu heutigen Bemalungen ist ein Entwicklungsprozess unverkennbar, ein Meister jedoch fällt selten vom Himmel. Prinzipiell hebe ich jede bemalte Figur auf, und wasche diese kaum ab. Im Zweifelsfall wird ein besonders tolles Stück einfach noch ein zweites Mal bemalt, in der Hoffnung, dass es dann besser wird.

Die Marschrast, Diorama

Im letzten Jahr habe ich ein kleines Diorama gebaut. Es zeigt eine Marschrast französischer Truppen 1813 irgendwo in Mitteldeutschland. Sie werden durch eine Marketenderin gut versorgt und gönnen sich einen Schluck Branntwein. Die Figuren sind bei einem guten Bekannten aus Leipzig erhältlich.

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Ich habe die Figuren so gruppiert, dass der Weg das Diorama diagonal kreuzt und vorne links aus dem Diorama herausläuft. Dazu kommt ein halbrunder Hintergrund aus Pappe, den ich mit Acrylfarben bemalt habe. Der Weg wird gesäumt von einigen Büschen und Bäumen, welche die Szene abrunden.

Der Boden ist aus der berühmt-berüchtigten Leipziger Bodenmasse aus Latex-Bindemittel, Styroporkleber, Modellgips, Kaffeesatz und Farbe. Eine Prise Heki-Gras und hier und da ein Pinselstrich und fertig ist der Rasen.

Trubel ums Torhaus Dölitz

Während in der Heldenstadt das Zinnfigurenmekka in den Mauern des Torhauses ist, gibt es ausserhalb dieser Mauern jedes Jahr im Herbst ein kleines feines Spektakel zum Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813.

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Dazu treffen sich Darsteller aus verschiedenen Ländern und Vereinen, um für ein Wochenende lang wie vor 200 Jahren zu leben.

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Ganz Europa begegnete sich damals auf den Feldern vor Leipzig. Damals in feindlicher Absicht – heute, um an die Ereignisse von damals zu erinnern.

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Der Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet immer eine kleine Gefechtsdarstellung. In den letzten 15 Jahren gab es diesbezüglich Veranstaltungen mit Licht und Schatten. Allerdings sind die Darstellungen in den letzen Jahren mehr als durchwachsen, was wohl auch am Veranstaltungsort liegt, einem etwas größeren Fussballbolzplatz im Agra-Park.

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In drei Jahren wird es einen runden Geburtstag dieser Schlacht geben, das Ereignis jährt sich zum 200ten Mal.

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Der Stahlmännelsammler kann bei Reenactments wunderbare Feldstudien im Maßstab 1:1 durchführen. Wie weiss sehen die Leinenhosen nach drei Tagen im Gefecht aus. Welche Details sieht man bei einem Haufen Soldaten in 50 m Entfernung. Wie wirken die Farben der Uniformen bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen.

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Einige Zinnfigurensammler sind an diesem Wochenende übrigens selber Napoleonische Krieger.

Landsknechte, Klappe die II.

Hier folgen ein paar weitere Fotos zu den Landsknechten. Viele der Figuren sind von Gottstein und wurden in kleinen Gruppen zusammengestellt und fotografiert.

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Gruppenbild mit fünf Mann. Mann beachte hierbei die unterschiedliche Länge der Spieße. Die Zeichner hatten sicherlich von einander abweichende Quellen über Längen der Piken und die Umrechnungswerte für die alten Maßeinheiten.

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Eine meiner Lieblingsfiguren, der Landsknecht mit Hellebarde in der Mitte:

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Nochmal einzeln (kann man sich auch als Wandposter A0 für den Hobbykeller ausdrucken ;-)

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Die bunten Gewänder erinnern mich an den Fasching… heute ist Woiberfastnacht allerdings ohne Kravatte bei mir (trage heute nur den kleinen Dienstanzug).

Werbemalerei I

Wie schon erwähnt, bevor Stemmler zur Zinnfigur kam, widmete er sich viellerlei Techniken. Die Werbemalerei war eine davon. Obwohl diese von Stemmler nur wegen des Zuverdienstes betrieben wurde, ist auch sie beredtes Zeugniss seiner Schaffenskraft.

Stemmler,Werbemalerei

dfo

Scherenschnitte II

In Stemmlers Werken widerspiegeln sich Wirklichkeitstreue und Detailverliebtheit. Die Sillhouetten seiner Scherenschnitte wären geeignet, sich mit den dynamischsten Zinnfiguren zu messen.

scherenschnitt,stemmler

dfo

Bei Durchsicht meiner Schachteln…

… sind mir wieder ein paar Figuren in die Hände gefallen, die ich ehemals aus meines Vaters Keller vor der Versenkung gerettet habe. Mit diesen Figuren habe ich als Kind unwissenderweise gespielt, dennoch haben sie die Zeiten recht gut überstanden. Sie gehören zu den ersten Schaffenszeugnissen meines Vaters und werden als solche immer einen Platz in meiner Sammlung haben.

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dfo