Archiv für Mai 2010

Bayrische Fahnen

Es ist wieder einmal Zeit, ein paar Fahnen des dreissigjährigen Krieges vorzustellen. Diesmal wurden Fahnen von Scheibert/Wien (jetzt im Museum in Katzelsdorf erhältlich), verwendet.

Die Figuren von Scheibert zählen mit zu den schönsten zum 30jährigen Krieg.

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Die erste Fahne ist recht schlicht, ein weisses Andreaskreuz auf blauem Grund, in der Mitte das M von Maximilian (* 17. April 1573 in München; † 27. September 1651 in Ingolstadt), war seit 1597 Herzog von Bayern und seit 1623 Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches (Quelle: Wikipedia).

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Die zweite Fahne stellt eine Leibfahne dar. gezeigt wird die Madonna auf weissem Grund, umgeben von goldenen Sonnenstrahlen. Die Madonna ist freihand gemalt.

Beide Fähnriche tragen die blau-weiss-gestreifte Feldbinde Bayerns.

Neu? – Nein, mit Farbe bestrichen!

Passend zum 19. Wave Gotik Treffen, welches in Leipzig gerade vorübergegangen ist, habe ich hier 2 Skelette einer französischen Firma, deren Name mir entfallen ist. Mir gefallen die Figuren, weil die ‚Gesichter‘ der knöchernen Gesellen recht ‚lebendig‘ wirken, oder so ähnlich.

Skelett, Untoter

Skelette haben die bedauerliche Eigenschaft mit zunehmender Liegedauer extrem nachzudunkeln. Deshalb pflege ich meine Untoten nach jeder Schlacht behutsam zu säubern und in Einzelteilen wieder in ihre Kühlschränke zu legen. Bei der nächsten Verwendung sehen sie dann wieder aus, wie frisch gewaschen, bzw. weiss angestrichen.

Skellett, anderer Untoter (mit Haar)

In einer, übrigens sehr denkwürdigen, Mal-Schlacht zerhackte einer der beiden einen Vorratsbehälter Farbe, der für meine Berserker bestimmt war. Ich verrate allerdings nicht, welcher der beiden es war. :-)

dfo

Ritter mit Schaller

Während der Ritterzeit gab es unterschiedlichste Helm-Typen. Vom Spangenhelm, Topfhelm bis zum Helm mit klappbarem Visier ist alles vorhanden.

Besonders gefallen mir die Ritter mit Schallern. Dieser Helm hat eine beeindruckende Form, nahezu futuristisch. In diversen Science-Fiction-Filmen begegnet er uns in abgewandelter Form auf dem Schädel von Lord Helmchen („Am Ende sag ich leise: Scheisse“) wieder…

Diesen meist in schwarze Umhänge gekleideten Fiesling habe ich natürlich (noch) nicht gemalt… es ist dann doch bloß ein richtiger Ritter geworden.

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Bei solchen Figuren kann man sich richtig am Metall austoben, hier wurde es nicht grundiert und mit dünnen Lasuren schwarz und titanweiss behandelt. So konnte der typische Metalleffekt plastisch herausgearbeitet werden.

Mignot

Heute möchte ich 2 weitere Reiter aus meiner Sammlung vorstellen. Es sind 2 Typen von Mignot – Marschall Berthier und ein Adjudant des Kaisers. Auch sie passen gut zu meiner Aufstellung, wo der Kaiser seine Truppen besichtigt.

flats,30mm,zinnfigur,mignot

Zinnlaus

Neue Welle an Wargamingminiaturen

Wie die Überschrift schon sagt, ist 2010 das Jahr für neue Miniaturen im Sammler- sowie Wargamingbereich. Ich habe mich vor einiger Zeit durch einige Foren gelesen und bin der Gerüchte nachgegangen, die im Netz kursierten. So wie es aussieht, beabsichtigt Games Workshop seine Miniaturenherstellung komplett auf Kunststoff umzustellen. Einige Fotos der letzten Games Days 2009 lassen diese Vermutung zu.

wh40k,wardragon

(Anm. d. Red.: Hier zu sehen – ein Kaiserdrachen. Es ist bisher das größte Modell, das es im Wargamingbereich je gab und geben wird. Das Modell besticht durch seine Dynamik und soll eine Höhe von 1 Meter haben.)

Bestätigt ist, dass Forgeworld eine Nebenfirma gründet, die sich direkt auf das Genre Fantasy stützen und den Namen „Forgwar“ tragen wird.

Zurück zum Thema. Hier ein Foto einer Miniatur die ich kürzlich von einem Bekannten erhalten habe:

Sie erscheint wie ein Kultist der Chaosarmee. Diese Neuerscheinung lässt darauf schließen, dass der Sommer für Wargamingspieler und Sammler extra heiß werden wird. Demnächst mehr zur Bemalung.

ghmz

Beim Aufräumen…

am Tag danach, entdeckte ich zwischen geborstenen Schnapsflakons und derangierten Möbelstücken tatsächlich noch eine Figur, die das rituelle Malen mit Bier am Männertag überstanden hat. Klar, dass ich diesen Veteran sofort knipsen musste. Er ist gestern natürlich nicht mehr ganz fertig geworden und auch seine Brüder harren im Chaos noch ihrer Entdeckung bzw. Restaurierung.

wh40k,chaos space marine,khorne

Eigentlich wollte ich an der Figur mal ein sogenanntes ‚neues‘ Farbschema ausprobieren, weil die Chaos Space Marines so überladen wie italienische Carabinieri daherkommen. Auch der unterste Dienstgrad sieht aus wie ein General. Daher sollte mehr Metall und weniger Gold, Bronze oder Messing auf die Figur kommen. Sonst gibts zu der Figur nicht viel zu sagen, Khorne Berserker sind mit die stärksten Nahkämpfer bei WH40k und können sowohl Standard- als auch Eliteauswahlen sein. Sie sollten in keiner gut sortierten despotischen Armee fehlen. ;-)

dfo

Link-Empfehlung

Ausdrücklich empfehlen möchte ich an dieser Stelle die Homepage unseres italienischen Sammlerfreundes Gianpaolo Bistulfi. Er hat eine Seite mit ausserordentlich vielen Galerien und vielen Bildern, auf denen er beeindruckende Beispiele seiner Sammlung zeigt. In letzter Zeit sind einige Bilder und Galerien hinzugekommen, so dass es sich lohnt, einen erneuten Abstecher auf seine Seite zu unternehmen.

Halbfrontal

begegnen uns diese beiden Reiter des Dreissigjährigen Krieges. Diese Art der figürlichen Darstellung kommt bei Reitern nicht allzu oft vor, muss doch die Anatomie des Pferdes exakt studiert werden, um eine realistische halbfrontale Darstellung zu erzielen. Dafür sind diese Figuren, wenn Zeichnung und Gravur stimmig sind, äussert reizvoll. Bemalt überzeugen sie mit der Lebendigkeit ihrer Darstellung.

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Die linke Figur ist Scheibert/ Wien entstanden, gestochen von Sixtus Maier. Die rechte Figur ist von Ochel Kiel, Gravur vermutlich Ludwig Frank.

Übrigens, die Figuren von Scheibert sind jetzt über das Zinnfigurenmuseum in Katzelsdorf zu beziehen.

Auktion in Eckartsberga – Bericht eines Neulings!!

Am Sonnabend besuchte ich die erste Auktion des Zinnfigurenauktionshauses Dr. Mrosk und damit erstmalig eine Veranstaltung dieser Art. Zunächst zu den soft facts: Das Wetter war gut, Sonne und Wolken wechselten sich ab, es regnete nicht. Bei entsprechend angenehmen Frühlingswetter hat man vom Auktionshaus einen wunderbaren Blick auf die Eckartsburg. Die Atmosphäre während rund um die Auktion war sehr entspannt, fast familär, denn viele anwesende Sammler kannten sich von anderen Veranstaltungen. Es bot sich damit auch die Gelegenheit zu angenehmen Gesprächen rund um die Zinnfigur.
Während der eigentlichen Auktion war es spannend zu erfahren, welche Preise für bestimmte Dinge erzielt wurden.

Für mich als Neuling war es etwas unübersichtlich. Generell kann gesagt werden, dass zwischen historischen Figuren, Figuren in Fabrikbemalung (mit und ohne Originalverpackung) und Sammlerbemalungen unterschieden werden muss. Erwartungsgemäß steigt der Preis von Sammlerbemalungen mit der Qualität der Bemalung. Jedoch gibt es bevorzugte Sammelgebiete, einige Sachen sind sehr beliebt, bei anderen Themengebieten sind Schnäppchen möglich.

Bei Fabrikbemalungen (z.B. Heinrichsen und Kieler) kommt es eher auf seltene Packungen an und die Originalschachteln drauf an. Eine Schachtel Kieler Figuren ist im historischen Kontext betrachtet ein kleines Stück Zinnfigurengeschichte. Entsprechend können sich die Preise entwickeln, da es immer noch ausreichend Sammler gibt, welchen das Sammeln von Packungen gefällt. Bei Figuren ohne Verpackung sind Schnäppchen möglich. Allerdings steigt mit der Qualität der Fabrikbemalung der Preis. Gute Fabrikbemalungen zum Blankpreis sind wohl eher utopisch.

Persönlich konnte ich auch einige Figuren aus verschiedenen Epochen und in unterschiedlichen Bemalqualitäten ersteigern. Bilder dazu folgen in einem der späteren Beiträge.

Kavalleriestab II

Neues von Napoelons Offizieren:

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Links ein General von Ochel, Kiel.

Rechts ein berittener Infantrie-Lieutenant im Mantel von Frauendorf.

Während der General mit der prachtvollen Uniform wohl eher auf einer Parade zu vermuten wäre, hat der Lieutenant eine für das Feld geeignetere Bekleidung an, so wie es auch der Kaiser liebte.