Archiv für Juni 2010

Noch ´ne Fahne

Eine zweite Fahne des 30jährigen Krieges schmuggelte sich neulich vor die Linse meiner Kamera. Es ist eine frz. Fahne, weißes Kreuz auf schwarzen Grund. Das weiße Kreuz auf unterschiedlichen farbigem Grund ist ein Grundschema frz. Fahnen. Oft sind die verbleibenden Felder um das Kreuz von unterschiedlicher Farbe oder mit Flammen versehen. Ein Regiment jedoch hatte als Besonderheit in jedem der vier schwarzen Felder einen Turm abgebildet. Wegen dieser Besonderheit wählte ich gerade diese Fahne als Vorlage für meine Figur.

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Herausgeber ist Dr. von Droste.

Ein Kieler Reitersmann

Eines der großen Themen der alt-Kieler Offizin war der siebenjährige Krieg. Vom Hauptkontrahenten Preußens, den Österreichern, zeige ich heute einen Kavallerieoffizier im Angriff. Die Gravur erfolgte von Ludwig Frank, der auf dem Fussbrett neben seinem Signum den Stadtnamen Nürnberg hinzufügte. Bei einigen frühen Arbeiten von Frank für Kiel war dies der Fall (ich kenne nur Figuren des 7JK, welche diese Besonderheit aufweisen).

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Mir gefällt vor allem die ausgewogene Pose des Reittiers in Kombination mit der Haltung des nach hinten gewandten Offiziers.

Die Vier Elemente – Update

Das fertige Element „Feuer“. Bemalung erfolgte durch Schichten
mit Acrylfarben der Firma Games Workshop und Vallejo.

ghmz

P.s.: besseres Foto folgt ;)

Sommerfest am Torhaus

Am Sonnabend den 19. Juni findet am Torhaus das traditionelle Sommermalen statt. Nachmittags wird der anstehende Sammlerabend als Sommerfest ans Torhaus verlegt. Zahlreiche Sammler haben sich angemeldet, so dass einiges los sein wird und die Möglichkeit interessanter Gespräche rund um unsere zinnernen Freunde gegeben ist. Ein Besuch wird daher dringend empfohlen ;-) .

Die Vier Elemente

Ein Umzug bedeutet immer wieder ein Neuanfang im Leben, meiner fiel mehr oder weniger chaotisch aus bzw. war reine Nervensache. Jetzt nach dem Umzug hab ich mir mal eine Pause genommen, um ein paar Stahlmännle zu bemalen oder besser gesagt- wieder aufzuholen, was liegen geblieben ist! Vor einiger Zeit stellte ich zwei Figuren aus der Reihe: „Die Vier Elemente“ von Detlef Belaschk vor. Hier das Element „Feuer“, was sich gerade in Arbeit befindet.

Was ich an Fantasyfiguren schätze ist, dass man sich austoben kann, wie man lustig ist. Die Farbtafel von D. Belaschk sah eine gelbliche Haut vor, da es sich ja nicht um eine menschliche Miniatur handelt sondern um das Element, was sie darstellt. Da ich aber die Auffassung vertrete, dass es sich um eine Fantasyfigur handelt, muss ich nicht den Standad folgen. Ich wählte einen matten Hautton, hierfür benutzte ich Acrylfarbe der Firma Vallejo.

Demnächst mehr.

ghmz

Spanier I

Da ich vor paar Tagen Azteken vorgestellt habe, darf man natürlich die Spanier nicht vergessen. Hier sind 4 Figuren die Cortez in Mexico darstellen. Diese Figuren wurden von L. Frank graviert. Die Formen hat S. Maier vor ein paar Jahren von dem Zinnfigurenmuseum Plassenburg übernommen.

cortez,30mm,flats

Zinnlaus

Azteken I

Beim Stöbern im heimischen Zinnsarg bin ich über Figuren mit lustigen Namen gestolpert. Bei den Figuren handelt es sich um Azteken von Gottstein. Von links nach rechts nennen sie sich: Tlahuizmatlaxopili, Tlahuicolatl und Tlilpotanqui. Wer diese Namen fließend aussprechen kann – bitte melden.

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Zinnlaus

Frz. Fahne im 30jährigen Krieg

In einem vorhergehenden Beitrag hatte ich bereits erwähnt, dass die vierte der Fahnen zum 30jährigen Krieg von Ochel/Kiel in Bearbeitung war. Diese ist nun fertig und freut sich auf ihre Präsentation.

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Die frz. Fahne hat ein weisses Kreuz auf blauem Grund, den unzählige kleine frz. Lilien schmücken. Ludwig Frank hat diese Details bereits auf der Fahne graviert. Die französische Fähnrich trugen zudem eine weisse Feldbinde.

RE: Wer Bitte?

Wer bitte hat Dich denn hier reingelassen? Natürlich kannst Du Deinen Beitrag auch bei Dioramenbau/Technik reinstellen, aber dann wäre es doch auch schön, mal den Rahmen oder den Hintergrund Deines Dioramas zu zeigen. Beides ging aus Deinem Beitrag nicht hervor. Pass auf, ich zeig Dir mal, wie ich mir einen Dioramenbeitrag ungefähr vorstelle:

Marienburg

Zu den Ereignissen eines bewegten Sammlerlebens gehören immer auch unvollendete Projekte. Im heimischen Keller bei mir lagert so eines, welches um die 35-40 Jahre alt sein dürfte. Das Diorama war eines der Jugendprojekte der B&S Betreiber und sollte einmal eine Belagerung der Marienburg darstellen. Der Hintergrund besteht aus einer bemalten Vorlage für den Eisenbahn-Modellbau.

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Die Fotos sind aufgrund der Beleuchtung nicht die besten, aber man erkennt deutlich, welche Mittel dem Modellbau damals zur Verfügung standen und wie sie gestalterisch eingebettet wurden. Ein besonderer Aspekt des Dioramas ist die an einer Stelle geschnittene Mauer, die den Blick in den Hof freigibt. Ebenso spannend ist der Torbereich gestaltet, in welchem unter Verwendung eines Spiegels der Blick des Betrachters gelenkt wird.

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Obwohl es nicht konkret feststeht, das Diorama soll irgendwann mal einen neuen Rahmen bekommen und zumindest soweit bearbeitet werden, dass es als komplett betrachtet werden kann. Soweit ich weiss existiert von den, für dieses Diorama gedachten Figuren, nur noch eine Artillerigruppe, die sich aber nicht mehr im Diorama befindet. Ich versuche, davon mal ein Bild aufzutreiben und es hier einzustellen.

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Auch wenn das Diorama bisher nicht fertig gestellt wurde, stellt es für mich persönlich zumindest so etwas wie eine Dioramen-Studie dar. Es ist sozusagen historisch und belegt die Arbeitsweise und die Mittel aus anderen Zeiten.

dfo

Projekt 2010/20

Dioramen sind bekanntlich eine schöne Sache. Je größer desto besser. Daher habe ich für mein Projekt 2010/20 das Thema Landhaus 1:1 ausgesucht. Bevor man ein Diorama im Massstab 1:1 bauen kann, muss man sich zunächst um einen geeigneten Stellplatz bemühen. Dies ist von größter Wichtigkeit, denn man hat nach der Vollendung natürliche Schwierigkeiten, das Diorama zu bewegen. Doch alles hat sein Gutes und betretbare Dioramen sind wahrlich eine Seltenheit geworden.

Um es nicht unnötig kompliziert zu machen, werde ich das Landhaus optisch ganz einfach fassen. Im Gegensatz zum filigranen Kleingefuchtel bei herkömmlichen Figuren oder Modellen, kommt es bei 1:1 Nachbildungen mehr auf Masse an. Das betrifft sowohl das Werkzeug als auch das verwendete Material.

Nachdem ich bereits die äusseren Wände des Landhauses mühevoll aus Papierresten zusammengebaut habe, entschied ich mich, auch im Interesse der weiteren Bausicherheit, ein Treppengeländer im Eingangsbereich anzubringen. Es ist gelinde gesagt schwierig Modell-Supporter für Projekte dieses Massstabs zu finden. Bei der Firma Roost & Frey bin ich dann auf ein einfaches Aussengeländer gestossen, welches ich für mein Projekt verwenden werde. Klar ist dabei auch, dass sich hierfür Zinn als Werkstoff kaum noch eignet. Maltechnisch macht es allerdings wenig Unterschiede. Im Gegensatz zur Zinnfigur wird der Rohling zunächst kraftvoll abgeschmirgelt, damit sich die Farbe besser hält. Ölfarbe eignet sich hierbei aufgrund des Preis/Mengen-Verhältnisses nicht. Ein Eimer mit Revell-Klebstoff ist hier das geeignetste Malmittel.

Und so kann sich das erste Zwischenergebnis durchaus sehen lassen. Das Metallgeländer ist wirksam durch Stiften mit dem Untergrund und der Wand verbunden, sieht sehr realistisch langweilig aus und besticht durch harte Kontraste zum umgebenden Buschwerk und wird dabei durch den liebevoll ziselierten Wandputz kontrapunktiert.

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Geringschätzen sollte man den Arbeitsaufwand allerdings nicht. Verglichen mit der zu bemalenden Oberfläche bei herkömmlichen Figuren oder Modellen, muss man hier ein Vielfaches an Sorgfalt und Malmittel investieren. Im nächsten Schritt werde ich mich den Bodentexturen des umliegenden Geländes widmen. Im Vorfeld werde ich mir verschiedene Bewuchsituationen in Gebäudenähe anschauen, um mich für ein Thema zu entscheiden. Dazu später mehr.

Eine Frage noch an den Admin, gehört das hier zu Vollplastischen Figuren oder zu Dioramenbau/Technik?

Gruss,

dfo