Archiv für Juli 2011

Lagerszene

Dioramenausschnitt aus dem Torhaus Dölitz: Lager der Landsknechte.

Photobucket

Part from the Diorama in the Torhaus Dölitz Exhibition: Camp of the Landsknechts.

Endlich mal wieder Figuren…

Nach all den letzten Beiträgen mit viel Text mal wieder was mit Bildern, diesmal ausnahmsweise mal Zinnfigurenbilder ;-) .

Zwei Adjudanten aus dem Stab Napoleons. Herausgeber ist Mignot.

Diese Figuren sind Bestandteil des berittenen Generalstabes von Mignot und stellen das Gegenstück zum abgesessenen Generalstab dar.

Photobucket

After the past postings, which contained only text, I show you here some fresh pics, exceptionally flat pics ;-)

Two adjutants from the staff of Napoleon. Editor’s Mignot.

These figures are part of the mounted General Staff of Mignot and represent the counterpart to the dismounted general staff.

Zinnfigurenmuseum virtuell

Kulmbach steht vor der Tür. Auf der Suche nach einem Link zum Zinnfigurenmuseum bin ich auf 360°-Panoramaaufnahmen vom Zinnfigurenmuseum gestoßen.
Panorama-Bilder (bitte klicken).

Toll gemacht zur Orientierung, obwohl von den Zinnfiguren an sich nur recht wenig zu erkennen ist.

Mit Ritterrüstung keucht man eher….

Interessanter Link auf n-tv.de über den „Kraftverbrauch“ beim Tragen einer Ritterrüstung. Quasi wissenschaftlich wurde nachgewiesen, wie anstrengend das Tragen einer Rüstung ist.

Link (bitte Klicken)

Meine Püppie… deine Püppie

Zinnfigurensammler mögen es ja möglichst realistisch. Da müssen alle Knöpfe stimmen. Bei 30-mm-Figuren gelingt das nur begrenzt. Es ist einfach zu wenig Platz für die Farbe da. Eine Alternative ist die Auswahl eines größeren Maßstabes. Da das Angebot bei Flachfiguren nicht so groß ist, wenden wir uns dann den vollplastischen Figuren zu. Wenn schon vollplastisch… warum nicht auch gleich beweglich, dachten sich wohl auch die Macher der Seite www.actionfiguren-shop.com.

Wer bei Actionfiguren an schöde Sci-Fi-Helden aus Weichplaste für Kleinkinder denkt wird – wie auch zugegebenermaßen ich selbst – sehr überrascht sein. Dort gibt es Actionfiguren im Maßstab 1:6, welche aus einer Art beweglicher Gliederpuppe bestehen, die individuell angezogen werden kann. Das umfasst dann Schuhe, Stiefel, Hosen, Hemden, Jacken, Mützen und verschiedenste Accessoires.
Erstaunlich auch, wen man hier so antrifft. Neben Actionhelden wie Arnie kann man das Who-is-who des zweiten Weltkrieges erwerben, sexy Actionheldinnen und Agentinnen und Persönlichkeiten der (amerikanischen) Weltgeschichte.

Jesus, Moses, Princess Diana, Rocky Balboa (der italienische Hengst) und George W. Bush! sind aber leider ausverkauft.

Dafür aber sind lieferbar: Barrack Obama, Osama bin bzw. war Laden, Stalin und für uns Liebhaber ganz interessant: Napoleon.

Für den Militärhistoriker ganz interessant: Die Liebe zum Detail bei den Waffen, Utensilien, Tarnfarben, Gürteln, Koppeln usw.

Eine interessante Seite zum Schmökern und schauen, was mit Actionpüppies möglich ist.
Einen Haken hat die Sache allerdings. Man braucht viel Platz für 30 cm große Figuren und billig ist die Sache auch nicht.

Dann lieber doch die guten alten Flachmänner………..

Besuch einer Modellbausaustellung in Leipzig

Am letzten Wochenende haben die Zinnlaus und ich die Modellbauaustellung des PMC Leipzig besucht. Diese fand in Markleeberg im Westphalschen Haus statt. Allein das villenartige Gebäude wusste zu beeindrucken.

Die anwesenden Modellbaufreunde stellten vorwiegend Flugzeugmodelle, Panzer und Militärfahrzeuge aus, jedoch waren auch einige vollplastische Figuren dabei. Einige durchaus sehenswert und sehr gut bemalt. Zudem waren einige Modelle fahrfähig und mit Soundmodulen ausgestattet.

Neben der Ausstellung waren auch einige Händler anwesend, auch der Stand von Fredericus Rex, mit einem reichhaltigem Sortiment im Bereich Modellbau und Dioramenbauzubehör. Auch die gelaserten Modelle für den Maßstab 1:72 konnten überzeugen – jedoch sind diese zu klein für 30-mm-Flachfiguren.

Besonders empfehlenswert sind jedoch die Utensilien für den Landschaftsbau, vor allem die tollen Bäume.

Der Ausflug in die plastische Welt hat sich gelohnt, übrigens verbunden mit ein paar sehr aufschlußreichen Fachgesprächen.

Die Sache mit der abgeschlagenen Hand

Seit einiger Zeit plane ich ein Diorama, das die Szene, wie Rudolf von Rheinfelden vom Schlachtfeld getragen wird,
während die Schlacht noch tobt nachzustellen.
In meinem Zinnsarg haben sich schon einige Flachfiguren angesammelt, die förmlich danach schreien angemalt und Szene gesetzt zu werden.

Doch zunächst zum Hintergrund…..

Im Jahre des Herren 1080 des 15.Oktobers fand auf einem sumpfigem Feld in Thüringen an der Weißen Elster
(Heute Hohenmölsen in Sachsen-Anhalt) ein grauses Handgemenge zwischen Heinrich IV. und dem Gegenkönig Rudolf
von Rheinfelden statt.

Grund dafür waren Unzufriedenheit über die Regierung Heinrichs, Machtansprüche und Korruption innerhalb des Deutschen
Fürstentums sowohl auch bei den Kirchenoberhäuptern die den König stürzen wollten. Ausgang der Schlacht zwischen den beiden Königen: Heinrichs Heer unterlag, jedoch wurde Rudolf verwundet und starb wenige Tage später.

Rudolf
„Rudolf wird vom Feld getragen“

Es war der erste Schlachtentod eines Königs im Kampf um die Krone des ostfränkisch-deutschen Reiches.
Der Umstand, dass Rudolf bei seiner tödlichen Verwundung die rechte Hand (die Schwurhand) verloren hatte, erschien
Heinrichs Anhängern als Gottesurteil. In ihren Augen war dies die Folge des offenkundigen Treubruchs eines Verräters.
Rudolfs Anhänger dagegen stellten seinen Tod als heiliges Opfer für die Kirche dar. In der Merseburger Bischofskirche,
dem Zentrum des antisalischen Widerstandes, wurde Rudolf wie ein Märtyrer inmitten des Chores vor dem Hochaltar beigesetzt.

Eskorte
„Kriegsknechte und Ritter eskortieren Rudolf“

Für das Grab wurde eine ehemals vergoldete Bronzeplatte angefertigt, die als älteste erhaltene figürliche Plastik des Mittelalters bis heute im Merseburger Dom zu sehen ist. Die Grabinschrift lässt erkennen, dass der gefallene König von seinen
Anhängern als Märtyrer verehrt wurde.
Angesichts der Art der Bestattung Rudolfs soll Heinrich bemerkt haben, er wünschte, alle seine Feinde lägen so ehrenvoll begraben.

Kirchenoberhäupter
„Geistliche“

Demnächst mehr.

Ghmz

Das „Fast“ vergessene Handwerk

Neben meinem Sammelhobby möchte ich Geschichte live erleben.
Besonders für das Mittelalter kann ich mich begeistern,
denn es bietet viele Themenbereiche. Neben der Kriegskunst ist auch der
Alltag im Mittelalter sehr interessant…
wie hat man gelebt,was hat man gegessen und was gab
es für (mittlerweile vergessene) Handwerksberufe.

Christoph zu Markscheffel

Seit 2003 ist die IG Mittelalter im südlichen Anhalt durch
ihre Darstellungen im Rahmen von Mittelalter-Reenactment
bekannt, wirkt auf Märkten und Schlossfesten mit.
Nicht nur das Mittelalterliche Handwerk wird gezeigt
sondern auch der Tanz im Mittelalter
(Radreygen Merseburg) und Schaukämpfe.

Zurück zum Thema. Vor kurzer Zeit erhielt ich einen Auftrag
vom Gruppenchef Thomas Engelhardt ob ich nicht
etwas aus Zinn giessen könnte.
Zinn gibt es schon seit 3500 v. Chr und wurde
für Legierungen und später für Geschirr wie Trinkgefässe
und Teller verwendet sowie auch für Pilgerabzeichen,
aus denen später die Zinnfigur entstehen sollte.

Seine Idee und Interesse gilt einem Symbol
aus der Mythologie, dem Schicksalsrad, was auch das Wappen
der Igmam ziert. Dieses sollte als Abzeichen in Zinn gegossen werden.
Die Gussform
Die Form ist aus Ton. In den noch weichen Ton gravierte ich
das Motiv ein, brannte es dann im Ofen und ließ es trocknen.
Probegüsse
Nachdem die Form fest war, begann ich mit dem Gießen.
Ich brauchte zwar ein paar Anläufe aber das Resultat
kann sich sehen lassen.
Entgraten
Mit einfachen Mitteln wie Schnitzwerkzeug und Schleif-
papier wurden die Räder entgratet.
Das fertige Exemplar
Das Rad eignet sich gut als Anhänger, als Amulett oder als
indivuduelle Verzierung der Uniform.

Weitere Tonformen sind geplant. Dazu werde ich später berichten.

ghmz