Archiv für Juli 2012

Gustav II Adolf – Figur

Natürlich gibt es zu dem Interview mit Herrn Gusti auch noch ein Bild, wofür sich Majestät freundlicherweise vom Lokus erhoben haben:

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Bemalung & Foto: SF Bolte / Offizin: SIMA / Größe: 60mm

Zinnsarg investigativ – ein Gastbeitrag

Intelligent, Gutaussehend, Held der Protestanten, Befreier Mitteldeutschlands – Gustav II. Adolf polarisiert – heute mehr denn je. Ihr Zinnsarg-Korrespondent traf den König, als er auf dem Lokus saß.

Zinnsarg: Herr Adolf – oder soll ich Sie Gustav nennen? Adolf ist ja mittlerweile nicht mehr der politisch korrekte Terminus.

Gustav II. Adolf: Sie können mich Gustav nennen, aber meine Freunde oben nennen mich Gusti.

Zinnsarg: Ok, Gusti, wie fühlt es sich an, eine Legende zu sein, und ist der Umstand, tot zu sein, dabei in irgendeiner Weise störend?

Gustav: Dieses ganze Legendenzeug stört mich zwar manchmal, insgesamt aber ist das ein Supergefühl. Ich konnte auch schon davon profitieren. (lacht) Da gibt es so eine Brauerei, mit der habe ich einen Werbevertrag abgeschlossen. Die werben mit meinem Gesicht, und ich kann frei saufen.

Zinnsarg: In der Tat – eine famose, individuell angepasste Form des modernen Marketing. Aber kommen wir noch einmal auf den Umstand Ihres Ablebens zu sprechen.

Gustav: Dreimal täglich Madenreinigung. Dazu gibt es ja mittlerweile gute Insektensprays. Das ist alles, was hierbei zu sagen wäre.

Zinnsarg: Worauf führen Sie den Kult um Ihre Person zurück?

Gustav: Mein junger Freund, das ist so einfach nicht zu sagen. Eine multikausale Erklärung muss herangeführt werden, ein verwobenes Netz, in dem politische, soziale und religiöse Motive näher analysiert werden müssen. In einem interdisziplinären Diskurs am letzten Männertag diskutierte ich diese Frage mit Karl XII. und Wallenstein. Man kann, grob gesagt, von einem Paradigmenwechsel im Legendenwesen sprechen – von der starren zur mobilen Legende. Damals mussten die Kinder die Lebensdaten der Herrscher und Heerführer herunterrasseln. Zahlen über Zahlen; das Individuum freilich ging dabei verloren. Immerhin war jede Legende jedem bekannt; wer mehr Interesse hatte, konnte sich ja trotzdem mit einer oder zwei besonders interessanten Legenden beschäftigen. Nach wie vor ist die Legende als solche den meisten ein Begriff, der ein gewisses Bild erzeugt. Nur wird dieses Bild implizit und explizit durch Werbung und Filme wahrgenommen. Die Legende hat einen größeren Rezeptionsradius zu Ungunsten einer individuellen Reflektion. Das Bild der Legende ist heutzutage vorgekaut. Postdemokratie geht über Leichen…
Ich selbst bin kein großer PR-Mann. Ich habe ehrfürchtiges Präsentieren niemals gelernt, habe einfach den Säbel ergriffen und Steiff geritten und den Feinden den Kopf abgeschlagen. Diese Geradlinigkeit hat wahrscheinlich zu dem Kult um meine Person beigetragen.

Zinnsarg: Vielen Dank für das Interview, Gusti!

Gustav: Hauste rein!

SF Bolte

Formenübernahme GO international

Bereits auf der Börse in Eschwege wurde darüber geredet. Nun ist auch quasi offiziell auf der Homepage von GO international zu lesen, dass die Formen von Hannelore und Birte Golberg an unseren Sammlerfreund Winfried Dangelmaier übergegangen sind. Ab August können die Figuren dann bei Winfried bestellt werden.

Weiterhin war zu erfahren, dass bis Sommer 2013 die Boverat-Figuren weiterhin bei Frau Golberg bestellt werden können.

Kampfelefant – Detail

Zu dem vor einigen Tagen gezeigten Elefanten gibt es hier noch ein Detail der Besatzung und des Elefantenführers… oder sollte man Reiter sagen.

Bei der Farbwahl habe ich mich im Großen und Ganzen auf die Vorlage von Egon Krannich gehalten.

Kampfelefant

Nach langer Zeit mal wieder eine Figur aus meiner Sammlung. Ein Kampfelefant aus der Offizin Egon Krannich. Elefanten sind immer sehr gutmütige Motive, auch wenn sie hier in einer kriegerischen Verwendung dargestellt sind.

Die Aufnahme wurde mit der Handy-Kamera bei Tageslicht gemacht, wodurch die einige Lichte und Schatten sehr hart erscheinen. Das liegt wohl daran, dass die Bemalung unter einer Mallampe mit anderem Licht erfolgte.

Figuren aus dem Müll

Das Geld liegt auf der Strasse, sagt man ja so. Geld habe ich da zwar keins gefunden, dafür aber eine alte Zinnfigur. Sie lag unter einem Häufchen strassenüblichen Unrats. Darüber wie sie dahin gelangt sein könnte lässt sich naturgemäss nur spekulieren. So weiss ich im Grunde genommen auch nichts über diese Figur zu sagen.

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Offenkundig eine Spielzeugfigur mit sehr hohem Bleianteil, stellt sie wohl einen preussischen (?) Infanteristen dar, entweder aus der Anfangszeit des ersten Weltkrieges oder davor. Die Bemalung hat arg gelitten, scheint jedoch noch original zu sein. Ausserdem ist ein Teil vom Gewehrlauf weggebrochen. Auch fehlen leider irgendwelche Hinweise auf den Herausgeber, nirgends lässt sich etwas erkennen.

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Vielleicht hat ja jemand Infos um was genau es sich bei dieser Figur handelt.

dfo