Archiv für November 2013

Speedpainting

Einigen Sammlern ist ja der Graveur und Herausgeber Andreas Trost bekannt. Neben dem Gravieren kann er auch sehr gut bemalen und hat eine spezielle Bemaltechnik entwickelt, mit der in kurzer Zeit achtbare Ergebnisse erzielt werden können.

Exemplarisch zeigt er das in einem Bemal-Video (klicken).

Viel Spass beim schauen.

Gebäudemodellbau

Bei youtube konnte ich eine Serie zum Hausmodellbau mit vorgefertigten Modulen entdecken.

Einige Tricks kann man sich da sicher abgucken:

Dorf Teil 1

Dorf Teil 2

Dorf Teil 3

Dorf Teil 4

Dorf Teil 5

Dorf Teil 6

Die Steinchen dazu bekommt man bei menta-modellbau.de

Ansonsten ist die Modulbauweise aus vorgefertigten Elementen ganz clever.

Steinzeit im Landesmuseum in Halle

Anbei der Link der Mitteldeutschen Zeitung.

Auch hier gibt es Informationen.

Torhaus Dölitz geschlossen!!

Nach dem Jubiläum der Völkerschlacht hat sich der Betreiberverein die AG Befreiungskriege 1813 zum Ende November aufgelöst.

Aufgrund dessen schließt das Torhaus ab dem 14.11.2013 seine Pforten.

Wie es nun weitergeht, ist ungewiss.

Interessantes im Netz

Über Facebook bin ich auf eine interessante Seite aufmerksam geworden: Auf www.en.diorama.ru sind vielfältige Gallerien mit Figuren und Dioramen zu finden.

Auszugsweise stelle ich mal zwei davon vor:

Diorama D-Day

und

Schlacht auf dem Peipussee

Letzteres Diorama war übrigens ein Auftragswerk des Museums in Omsk.

Übrigens ist die Beitrag #200 :-)

Sammlerausflug nach Dresden

Am Reformationstag trafen sich 6 Leipziger Sammler, um gemeinsam nach Dresden zu fahren. Wir nutzten das Sachsen-Ticket und fuhren mit dem Zug. Aufgrund des schönen Wetters waren wir nicht die einzigen, es waren viele Wanderer Richtung Sächsische Schweiz dabei.

In Dresden angekommen fuhren wir mit der Bahn weiter zu unserem eigentlichen Reiseziel: dem Armeemuseum in Dresden.
Ich hatte das Museum nach seinem Umbau durch den Stararchitekten Liebeskind noch nicht gesehen. Der Keil, welchen Liebeskind dem alten Gebäude verpasst hat, ist zunächst wirklich gewöhnungsbedürftig.

Die ständige Ausstellung im Museum wurde durch die Sonderausstellung blutige Romantik und die Sonderausstellung Ihre letzte Schlacht 1636 ergänzt. Diese beiden Sonderausstellungen waren die Motivation für unserer Reise.

Nachdem wir uns durch die reguläre Ausstellung gekämpft hatten ein kurzes Fazit. In manchen Räumen sind nur wenige Exponate: kleine Bilder an riesigen Wandaufstellern. Andere interessante Sachen sind schlicht zu schlecht beleuchtet. Zudem wechseln die Epochen. Ein napoleonischer Munitionswagen steht da schonmal neben einem Füsilierrock aus dem Siebenjährigen Krieg.

Immerhin, Uniformen und alte Waffen sind zu sehen, und auch sehr interessante Stücke. Auch ein Zinnfigurendiorama, die Verladung von Kavalleriepferden zu Zeiten Kaiser Wilhelms von Stemmler ist in der regulären Ausstellung zu sehen.
Die Ausstellung für den Zeitraum ab 1945 finde ich gewöhnungsbedürftig: Warum werden denn bitteschön Spinte und Doppelstockbetten aus NVA-Kasernen ausgestellt. Da hat doch der Fundus bestimmt interessantere Dinge zu bieten.

Die Sonderausstellung „Ihre letzte Schlacht 1636″ beschäftigt sich mit einem Massengrab aus der Schlacht bei Wittstock. Anhand von Knochen- und Schädelfunden wurden die Lebensumstände, die Krankheiten und die Todesursachen von einer Vielzahl von Personen aus dem Massengrab ermittelt. Es ist schon interessant, was man anhand des Zahnstatus´eines alten Gebisses so alles ablesen kann.
Umrahmt wurde die Ausstellung von begleitenden Artefakten wie Münzfunden, Waffenteilen und einer Reproduktion eines Söldners anhand eines gefundenen Schädels. Wissenwert war auch die Beschreibung der gängigsten Parasiten und Würmer, welche den Soldaten seiner Zeit plagten. Eine spezieller Leitfaden für Kinder soll die Ausstellung auch für die lieben Kleinen interessant machen.

Die Sonderausstellung „Blutige Romantik“ teilt sich in zwei Teile: der erste Teil mit den „üblichen“ Exponaten und der zweite Teil hört auf den Namen „Zinnfiguren bluten nicht“, dort sind eine Reihe Dioramen zu sehen, dazu später.

Der erste Teil der Ausstellung führt also in die Zeit Napoleons und beginnt mit zwei Vitrinen voller Andenken an Napoleon. Neben den Porzellanbüsten findet man dort auch eine alte Fischbüchse mit Napoleon-Heringen. Weiter geht es mit tollen Gemälden, Waffen und der originalen Kartentasche von Napoleon aus Waterloo. Einige alte Kopfbedeckungen sind zu sehen, wie auch einige Erinnerungsstücke. Auch ein Nachtopf mit den Bildnis des großen Feldherren. Es sind die kleinen Details einer ansonsten typischen Sonderausstellung allerdings ohne echte Höhepunkte.

Der zweite Teil in einem seperatem Gebäude umfasst an den vier Wänden die Dioramen und mittig im Raum einen großen, wiederum schlecht beleuchteten Schaukasten mit den sehenswerten Straßburger Papiersoldaten. Die Dioramen decken die ganze Epoche von 1806 – 1815 ab. Sehenswert ist das Möckerndiorama von Stemmler (ich kannte es bisher nicht) und das Diorama mit dem verbündeten Feldherren bei der Schlacht in Großgörschen (was eine Leihgabe aus dem Heimatmuseum in Großgörschen ist). Auch ein sehenswertes Festungsmodell von Dresden und zwei nette Dioramen zu Waterloo 1815 sind ausgestellt. Ergänzt wird die Schau durch speziell gestaltete Action-Figuren mit Uniformen aus der Napoleonischen Zeit. Diese ca. 30 cm hohen Figurinen geben ein sehr lebensechtes Bild ab, vor allem, wenn sie entsprechend mit Schlachtfeld-Dreck verschmutzt sind.
Für Zinnfigurensammler ist diese Dioramenschau empfehlenswert.

Ein Tipp im Armeemuseum ist der gut bestückte Buchladen und das Cafe. Wir haben uns dort vorzüglich gestärkt und das zu moderaten Preisen.